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Let's be part of the solution!

Samstag ist Internationaler Tag der Biodiversität.

Seit dem Jahr 2001 erinnert der Tag der Biodiversität an den 22. Mai 1992 - ein historisches Datum, an dem das Übereinkommen über die biologische Vielfalt angenommen wurde. Das Dokument ist im Rahmen der Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung (UNCED) in Rio de Janeiro entstanden und festigt das Recht jedes Menschen auf ein Leben in Harmonie mit der Natur.

Am Tag der Biodiversität soll weltweit die Bedeutung des Schutzes der biologischen Ressourcen und Vielfalt in Erinnerung gerufen werden, denn schon heute sind etwa drei Viertel der Landumwelt der Erde und fast zwei Drittel der Meeresumwelt durch den Eingriff des Menschen biologisch beeinträchtigt. Als Folge des menschlichen Eindringens in die Lebensräume von Tieren und Pflanzen können sich Arten nur noch eingeschränkt entwickeln, wodurch mittlerweile mehr als eine Million vom Aussterben bedroht und schon heute etwa 150 pro Tag davon betroffen sind.

Artensterben und Biodiversitätsverlust sind neben den Folgen des Klimawandels eine der größten Bedrohungen für den Fortbestand der Menschheit. Mehr als 3 Milliarden Menschen hängen heute von der biologischen Vielfalt der Meere und Küsten ab und etwa 1,6 Milliarden Menschen vom Artenreichtum der Wälder. Erschwerend hinzu kommt, dass sich mittlerweile zwei Drittel der Welternährung auf nur neun Pflanzenarten stützt, was eine genetische Verengung bedeutet, die durch sich verändernde Umweltbedingungen im Zuge der Klimakrise verheerende Auswirkungen haben kann. Der Erhalt biologischer Vielfalt ist für unser Überleben auf diesem Planeten daher unerlässlich.

„Die genetische Vielfalt ist der Rohstoff, mit dem die Evolution die Vielfalt des gesamten Lebens baut.“ (Dirk Steffens & Fritz Habekuss)

Angesichts solcher Zahlen erfreut es zu sehen, dass Themen wie Biodiversität, Klimawandel und nachhaltiger Konsum immer mehr Menschen erreichen. Laut einer kürzlich veröffentlichten Studie des WWF stieg in Deutschland die Anzahl der Google-Suchanfragen zum Thema Biodiversität in den letzten fünf Jahren um 64 Prozent (global um 16 Prozent), die Anzahl der Tweets stieg um 294 Prozent (global 65 Prozent) und die mediale Berichterstattung innerhalb der Nachrichten widmete sich im Jahr 2020 um 22 Prozent häufiger dem Themenkomplex Biodiversität als es noch 2016 der Fall war.

Passend zum Slogan des Internationalen Tages der Biodiversität 2021 „We’re part of the solution #ForNature“ zeigt sich auch ein massiver Anstieg der Suche nach nachhaltigen Produkten. Christoph Heinrich, Vorstand Naturschutz beim WWF Deutschland, sagt voraus: „Unternehmen werden zum Teil der Lösung, wenn sie im Einklang der planetaren Grenzen wirtschaften. Die Menschen auf der ganzen Welt treiben mit ihrem Konsumverhalten Veränderungen in der Wirtschaft an.“

Und so kann jeder auf seine Weise entscheiden, ob er Teil des Problems oder Teil der Lösung sein möchte. Denn wir alle spielen eine Rolle dabei, die Vision der Vereinten Nationen für das Jahr 2050 zu erreichen und wieder mehr in Harmonie mit der Welt zu leben, die uns umgibt. Bist Du dabei?

 

Quellen:

Active Sustainability (2021): https://www.activesustainability.com/environment/world-biodiversity-day/.

Convention on Biological Diversity (2021): https://www.cbd.int/biodiversity-day.

Dirk Steffens, Fritz Habekuss: Über Leben, (2020).

WWF (2021): https://www.wwf.de/2021/mai/tag-der-biologischen-vielfalt-die-welt-sorgt-sich.