Erwartete Lesezeit: 3 Min.

Vielfalt leben und erhalten

Es ist alles andere als eine Neuigkeit, dass unser menschliches Handeln großen Einfluss auf die Welt von Tieren und Pflanzen hat. Allein in Deutschland sind etwa 35% der heimischen Tier- und knapp 26% der Pflanzenarten vom Aussterben bedroht. Mit jeder Ausdehnung unseres menschlichen Lebensraums, verringert sich jener wildlebender Tiere und Pflanzen. Was früher Rückzugsorte für Waldtiere und Vögel waren, sind heute oft landwirtschaftlich genutzte Felder, Industriegelände und neue Dörfer.

Durch die Abholzung großflächiger Waldgebiete, fehlt Tieren häufig die Nahrungsgrundlage für sich und ihren Nachwuchs. Auch die Folgen des Klimawandels machen es Lebewesen immer schwerer, sich den neuen Umweltbedingungen anzupassen. Es wird deutlich, dass nicht nur eine Vielzahl an Arten, sondern auch ihre Umgebung durch den Einfluss des Menschen gefährdet sind.

Aus diesem Grund sind konkrete Maßnahmen notwendig, um dem Artenschwund entgegenzuwirken und Tieren und Pflanzen ihren natürlichen Lebensraum zurückzugeben. Da die angestrebten Maßnahmen zum Schutz der Arten seitens der Politik jedoch lange nicht ausreichen, müssen weitere Veränderungen im Handeln jedes Einzelnen erreicht werden.

Am 3. März ist Tag des Artenschutzes (World Wildlife Day). 2013 ins Leben gerufen durch eine Resolution der Generalversammlung der Vereinten Nationen, werden die Menschen mit diesem Tag jährlich dazu aufgerufen, sich dem Schwund der Tier- und Pflanzenwelt bewusst zu widmen. Der Tag des Artenschutzes macht auf bedrohte wildlebende Arten aufmerksam, die besonderen Schutz benötigen, um nicht vollständig aus ihrem Lebensraum verdrängt zu werden. Auch uns ist es wichtig daran zu erinnern, wie relevant ein ausgewogenes Gleichgewicht zwischen Mensch, Natur und Tierwelt ist, um langfristig ein sicheres Leben für alle zu ermöglichen.

Bereits nachhaltigeres Denken und fortwährende Aufklärung im Umgang mit der Natur können einen bedeutsamen Beitrag leisten, denn jeder Einzelne kann etwas für den Artenschutz tun:

  • Konsumentscheidungen bewusst treffen
  • möglichst lokal und regional kaufen
  • bio kaufen (Produkte, die ohne den Einsatz von Pestizideinsatz hergestellt werden)
  • Fleischkonsum reduzieren
  • anstatt Rasenfläche zu kultivieren lieber Kräuter und Blumen pflanzen
  • Einsatz von Chemikalen zur Unkrautbekämpfung vermeiden

Wer tiefer in das Thema eintauchen möchte, dem legen wir wärmstens das Buch „Über Leben“ von Dirk Steffens und Fritz Habekuss ans Herz (ehrliche Empfehlung/unbezahlte Werbung). Die beiden Journalisten beschäftigen sich seit vielen Jahren mit dem relevanten Thema und bekommen die Auswirkungen menschlichen Handelns auf die Natur und ihre Lebewesen unmittelbar auf ihren Reisen zu spüren. Aus dieser Auseinandersetzung ist ein spannendes und kurzweiliges Sachbuch entstanden, das aufklärt, Fragen stellt und Möglichkeiten aufzeigt, dem Artensterben zu begegnen und es zu stoppen.