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Der Tag der Erde

Inspiriert vom World Earth Day, der in diesem Jahr am 22. April stattfinden wird, beschäftigen wir uns bei Just Organic in diesem Monat mit dem Thema „Restore our Earth“.

Der World Earth Day ist einer der bekanntesten internationalen Umweltschutztage. Unter dem Motto „Restore our Earth“ möchte er 2021 die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf den Schutz des natürlichen Gleichgewichts unserer Erde lenken und die Relevanz des Konsums biologisch angebauter, fairer und saisonaler Produkte verdeutlichen.

Warum eigentlich bio?

Die Auswirkungen von Lebensmittelverschwendung und Überproduktion sind immer deutlicher zu spüren und verlangen nach Maßnahmen, die den Schutz der wertvollen Ressourcen unseres Planeten gewährleisten.

Im Gegensatz zum konventionellen Anbau verzichtet der biologische Anbau auf umweltschädliche Pestizide, Herbizide und Dünger. Die naturnahe Produktion folgt natürlichen Rhythmen, die Gesundheit und Artenreichtum der Böden und damit ihr natürliches Gleichgewicht erhalten. In der konventionellen Landwirtschaft fehlt der Erde demgegenüber häufig die Zeit, um sich zu erholen. Durch unmittelbar aufeinander folgende und oft ähnliche Fruchtfolgen können Böden sich nicht regenerieren und es fehlt ihnen an Nährstoffen, die im Anschluss künstlich durch Düngung hinzugefügt werden müssen. Durch dieses Vorgehen schwindet ihre Qualität und auch die Mineralstoffe und Spurenelemente in unserer Nahrung werden weniger.  

Jede Entscheidung zählt.

Eine nachhaltige Ernährung bedeutet keinesfalls Verzicht, sondern vielmehr die Umstellung auf eine ressourcenschonende Lebensweise. Lebensmittel aus organischem Anbau sind meist nicht nur qualitativ besser, sondern haben durch den Verzicht auf chemische Düngemittel auch einen deutlich angenehmeren Geschmack. Achten wir beim Einkaufen auf die Sichtbarkeit bekannter Bio-Siegel  wie Demeter oder Bioland, leisten wir bereits einen kleinen Beitrag zum Schutz der natürlichen Ressourcen unserer Erde. Das deutsche Earth Day Komitee betont außerdem, dass eine fleischarme oder gar fleischfreie Ernährung den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgasen vermeiden kann.

Wegwerfgesellschaft

Durch Überproduktion, viel zu viel Auswahl und niedrigste Preise ist auch in Deutschland der Begriff der „Wegwerfgesellschaft“ seit Jahren Teil des Nachhaltigkeits-Diskurses. Auch hier liegt Veränderung in der Hand jedes einzelnen. Anstatt die schier uneingeschränkte Verfügbarkeit von Lebensmitteln jeglicher Farbe und Herkunft zu zelebrieren, gilt es, einen bewussteren Umgang mit den Ressourcen unserer Erde zu etablieren und sich des Ursprungs und die Limitierung unserer natürlichen Ressourcen zu vergegenwärtigen, bevor sie in unseren Einkaufswagen oder auf unseren Tellern landen.

Teil der Lösung anstatt Teil des Problems

Bereits durch kleinste Anpassungen im alltäglichen Leben können wir jedoch Überproduktion und Lebensmittelverschwendung entgegenwirken. Wir haben ein paar davon zusammengetragen: 

  • bio kaufen
  • unverpackte Lebensmittel kaufen, um genauer zu dosieren und Verpackungsmüll zu sparen
  • saisonal kaufen, um die Ernährung auf die natürlichen Zyklen der Erde abzustimmen und energiezehrende Gewächshauskulturen zu vermeiden (meist sind saisonal verfügbare Bio-Produkte nicht einmal teurer als konventionell angebaute)
  • frische Lebensmittel möglichst regional (z. B. direkt beim Bauern auf dem Wochenmarkt) kaufen, um lange Transportwege einzusparen

Wir alle können einen kleinen Beitrag zum Schutz und zur Wiederherstellung des natürlichen Gleichgewichts unseres Planeten leisten, indem wir der Erde mit Rücksicht und Respekt begegnen.

Bist Du dabei?

Mehr Informationen zum Earth Day findest Du hier